Deckungsbeitrag

Deckungsbeitrag

 

 

Der Deckungsbeitrag ist eine finanzielle Größe, die zur Ermittlung von „Gewinnen“ beiträgt. Also diese Berechnungen sind dem gewerblichen Bereich zuzuordnen. Wenn wir mal bei dem Beispiel des Kneipenwirtes bleiben, so ist der Deckungsbeitrag die Differenz zwischen dem Bierpreis bei der Brauerei(+ Lieferkosten) und dem Verkaufspreis in der Kneipe.

 

Die Kosten für das Bier werden auch als „flexible“ Kosten bezeichnet, die sich ändern können. Grund dafür ist sicher nicht nur das Mal der Bierpreis steigt, sondern einfach die Tatsache, dass man mal weniger Bier bestellen muss und damit der eine oder andere „Mengenrabatt“ wegfällt. Diese flexiblen Kosten, kann man durchaus auf jedes einzelne Glas Bier (Mengeneinheit) berechnen. Allerdings wäre dann für eine Kneipe, die doch viele einzelne Gläser voll Bier verkauft, ziemlich umständlich dann von diesem „Minnimalbetrag“ auf eine „Gewinnrechnung“ umzusteigen.

 

 

Um den Deckungsbeitrag auszurechnen braucht man also die „Ausgaben“, die man für die Waren hat und den Umsatz den man mit diesen Waren gemacht hat. Diese „einfache“ Gewinnermittlung ergibt den Deckungsbeitrag. Bevor man sich aber gleich freut: „Oh Klasse! Ich schreibe schwarze Zahlen!“ sollte man daran denken, dass in den Warenkosten noch nicht die „Fixkosten“ enthalten sind. Also die Miete für die Räume, die Versicherung, die Stromkosten etc.

 

Solche Kosten müssen dann noch mal von dem erwirtschafteten Deckungsbeitrag abgezogen werden. Reicht der erwirtschaftete Deckungsbeitrag aus um auch die Fixkosten vollständig zu bezahlen, so hat man die „Gewinnschwelle“ erreicht, die auch Break-Event-Point genannt wird. Die Berechnungen, bei denen die gesamten Ausgaben (inkl. Fixkosten) den Umsätzen gegenüber gestellt werden, nennt man auch eine Vollkostenberechnung. Der Deckungsbeitrag kann auch über mehrere Ebenen berechnet werden, und dient eher der Preisfindung für die Produkte eines Unternehmens.

 

Die Vollkostenrechnung ist eigentlich nur dazu da um die „Rentabilität“ bzw. die „Gewinne“ eines Unternehmens auszurechnen.

Letzte Aktualisierung ( 20.10.2010 )