Konkurs Verkauf Der Konkurs und damit die Zahlungsunfähigkeit eines Unternehmens ist nie besonders schön. Ist es einmal soweit, wird von den Gerichten nicht nur das Insolvenzverfahren eröffnet, sondern auch ein Verkauf vor dem Konkurs organisiert, um damit wenigstens einen Teil der offenen Zahlungen begleichen zu können. Einen Konkursverkauf, kennt man als „Verbraucher“ sicher aus dem einen oder anderen Einzelhandelsgeschäft. Je nach dem was am sinnvollsten erscheint, kann es sein, dass der Insolvenzverwalter einen kompletten Abverkauf der vorhandenen Ware zu Billigpreisen anordnet. Aber auch ein Auktionator kann zum Einsatz kommen, damit vielleicht doch noch etwas mehr aus dem „Warenbestand“ für gutes Geld verkauft werden kann. Ein Konkursverkauf erledigt sich in der Regel auch nicht an einem Tag. Denn so ein Abverkauf muss ja auch erst einmal angekündigt werden, damit auch genug Leute kommen, um die Ware zu kaufen.
So bitter es auch klingen mag, unter Umständen muss ein größerer Aufwand betrieben werden, damit die Kundschaft zu einem Abverkauf kommt, als es bei einer Geschäftseröffnung der Fall wäre. Eine „beliebte“ Möglichkeit um Passanten auf so einen Verkauf zum Konkurs aufmerksam zu machen, sind „Marktschreier“ die man gelegentlich in den Innenstädten vor einem Einzelhandelsbetrieb herumhüpfen sieht (und hört). Allerdings gibt es so einen Abverkauf nicht nur bei einem Einzelhandelsbetrieb sondern auch bei größeren Unternehmen, die dann das Büromaterial, Computer, Möbel und Maschinen verkaufen. Hier dauert der Verkauf oft wesentlich länger und geht oft auch über gewerbliche Händler, die gezielt Konkursware aufkaufen und damit selbst ihr Geschäft machen. Die Ausschreibungen dafür werden in einschlägigen Online-Portalen und eventuell auch Fachzeitschriften gemacht. Oft gehen die Insolvenzverwalter aber auch gezielt auf solche Händler zu um sie über den Abverkauf zu informieren. Im Einzelhandel gibt es dafür aber auch eine Mixtur aus gewerblichen und privaten Käufern. Weil vor allem durch die privaten Käufer auf den letzten Drücker mehr Geld in die Kasse kommt, wird meistens der Rest an gewerbliche Weitergegeben, wenn für die „Privatleute“ kaum noch etwas Brauchbares dabei ist, für das sie Geld ausgeben würden.
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