Lieferantenkredit

Lieferantenkredit

 

 

Ein Lieferantenkredit ist eher dem gewerblichen „Geldtransfair“ zuzuordnen. Vom Prinzip ist ein Lieferantenkredit eine „kostenlose“ Lieferung von Waren, die erst zu einem späteren Zeitpunkt bezahlt wird. Ein gutes Beispiel für so einen Lieferantenkredit kann zum Beispiel eine Brauerei geben. Liefert eine Brauerei, eine Monatsration Bier an eine Kneipe, die gerade eröffnet, so kann der „Existenzgründer“ vorab mit der Brauerei vereinbaren, dass die Rechnung erst in vier Wochen bezahlt wird, damit der Gründer nicht so viel Startkapital braucht um mit seinem Geschäft anzufangen.

 

So ein Lieferantenkredit ist aber vor allem am Anfang nicht einfach zu bekommen. Ein Existenzgründer muss einer Brauerei schon gute Gründe und einen ebenso guten Businessplan vorlegen, damit sich eine Brauerei für so einen Lieferantenkredit bereit erklärt. Lieferantenkredite können aber auch etwas flexibler aussehen, so dass eine Brauerei die „Funktionsfähigkeit“ einer Kneipe über ein paar Monate unterstützt.

 

 

Allerdings sind Lieferantenkredite nicht als „Finanzierungsmöglichkeit“ im eigentlichen Sinne zu verstehen. In der Regel, dienen sie einfach dazu um die Liquidität eines Betriebes in einem bestimmten Zeitraum sicherzustellen. Darauf greifen nicht nur Existenzgründer zurück, sondern auch mal ein „gestandenes“ Unternehmen. Denn es kann halt immer mal zu unerwarteten Ausgaben kommen, die einen Liquiditätsengpass verursachen.

 

Je nach „Vertrauensverhältnis“ sind auch die Lieferanten meist gerne bereit, mit einem Lieferantenkredit auszuhelfen. Der Grund dafür ist einfach, weil man sich eben den Kunden erhalten möchte. Eine Brauerei, die eine bestimmte Kneipe mit einer Biersorte beliefert, wird sicher kein Interesse daran haben, dass der Wirt seine Fässer bei einer anderen Brauerei bestellt, weil die eben entgegenkommender ist. Vor allem wenn der Wirt ein zuverlässiger und guter Kunde ist, wird man eben auch um den Kunden kämpfen.

 

Jemand der laufend zu spät zahlt, den wird man aber bei so einer Anfrage auch genau so konsequent ignorieren, weil man ja auch für seine Leistungen bezahlt werden will.

Letzte Aktualisierung ( 20.10.2010 )