Schulden

Schulden

 

 

Schulden waren und sind in den verschiedensten Kulturen ein fester Bestandteil der Gesellschaft. Während es im Mittelalter oft vorkam, das Dauerschuldner zu Leibeigenen und Sklaven „degradiert“ wurden, so kann man doch in der heutigen Zeit sicher sein, das einem so ein Schicksal erspart bleibt. Trotzdem sind auch im reichen Europa des 21 Jahrhunderts, Schulden ein großes Problem. Während es in Deutschland noch Sicherungssysteme gibt, mit denen sich arbeitende Schuldner ein Minimum an „Lebenshaltungsgeld“ sichern können.

 

Allerdings ist dieser „Rückzug“ auf das Existenzminimum eine sehr harte und schwierige Angelegenheit. Aus sicht eines Schuldners kann man es dann doch schon als eine „moderne“ Form der Leibeigenschaft bezeichnen. Denn schließlich ist man auf dieses Existenzminimum beschränkt, bis man seine Schulden abbezahlt hat. Die älteste Form, sich so etwas „Luft“ vor den Gläubigern zu verschaffen, ist der Offenbarungseid. Dieser lässt sich nicht vermeiden und wird ggf. auch mit Hilfe eines Haftbefehls vollstreckt.

 

 

Seit den 70er Jahren, wird diese schriftliche Erklärung zu den Vermögensverhältnissen als „Eidesstattliche Versicherung“ bezeichnet. Aber das Prinzip ist das Gleiche. Wer nicht zahlen kann, muss den Behörden und Gläubigern einen vollen Überblick über die eigenen Vermögensverhältnisse darstellen. Ein anderes Problem, kann bei diesen Schulden aber auch noch auftreten. Neben den „obligatorischen“ Eintragungen in die Schufa, wird man auch noch im Schuldnerverzeichnis gelistet.

 

Das macht es Kreditinstituten, Geschäften und gewerblichen Schuldenberatern einfacher sich die Adressen von potentiellen „Kunden“ zu besorgen. Für Schuldner die versuchen, einen Überblick über die eigenen Finanzen zu bekommen ist das allerdings eine zusätzliche Belastung und weiterer Papierkram, der herumliegt. Leider gibt es auch Agenturen, die mit ihren „Schuldenregulierungen“ um die Kurve kommen, wenn die Leute längst im Verbraucherinsolvenzverfahren sind. Auf keinen Fall sollte man sich darauf einlassen!

 

Das wäre sicher mal herausgeschmissenes Geld. Denn mit einer Verbraucherinsolvenz hat man alles schon in „geregelte“ Bahnen gebracht und muss nur noch die Fristen ordentlich „abarbeiten“.

Letzte Aktualisierung ( 20.10.2010 )