Schulden bei Finanzamt

Schulden bei Finanzamt

 

 

Schulden beim Finanzamt zu haben ist für Arbeitnehmer aber auch für Selbstständige eine ganz eigene Geschichte. Anders als andere „Gläubiger“ greift das Finanzamt oft viel härter durch. Das heißt nicht, dass andere Gläubiger weniger entschlossen sind, um ihr Geld zu „kämpfen“. Es ist einfach ein Fakt, das das Finanzamt eben eine viel „bequemere“ Position hat um zu seinem Geld zu kommen.

 

„Überziehungszinsen“ wird man aber auch beim Finanzamt, zahlen müssen, wenn man seine Erklärungen und Zahlungen nicht rechtzeitig abgibt. Als „Zinssatz“ gilt da 1% vom Geschuldeten Betrag und das auch noch für jeden Monat. Das die Summe sich hier sehr schnell erhöhen kann, ist da ja schon offensichtlich. Ob es nun die Einkommenssteuer, Gewerbesteuer oder die Umsatzsteuer ist, viele Finanzämter sind auch dazu übergegangen zu „öffentlichen“ Druckmitteln zu greifen, wenn Schulden entstanden sind.

 

 

Die „Parkkralle“ ist da sicher der bekannteste Vertreter. Aber für ein Finanzamt ist es oft auch schon eine „Selbstverständlichkeit“ das ein Schuldner einen Kredit aufnehmen sollte um seine Steuerschulden zu bezahlen. Es gibt zwar noch die Möglichkeit der Stundung durch die Behörde, aber auch hier werden „Zinsen“ fällig und es wird jeder einzelne „Fall“ geprüft, bevor man so eine Zahlungsmöglichkeit bekommt. Ist die „wirtschaftliche Existenz“ eines Steuerschuldners gefährdet, wenn er seine Steuern bezahlt, dann gibt es zumindest rein theoretisch auch einen „Steuererlass“.

 

Hier wird aber davon ausgegangen, dass jeder Betrieb auch mal einfach zur „Hälfte“ zu Bargeld gemacht werden kann, damit das Finanzamt doch etwas bekommt. Echte Fälle in denen es zu so einem „Steuererlass“ gekommen ist, habe ich persönlich aber noch nie gesehen oder auch nur davon gehört. Selbst die „harten“ Regelungen für diese Möglichkeit, wären ja vielfach zu Schaffen. Allerdings liegen die ja oft auch im Ermessensspielraum der zuständigen Beamten und das bricht häufig kleinen Geschäftsleuten das Genick.

Letzte Aktualisierung ( 20.10.2010 )