Tagesgeld Zinssatz

Tagesgeld Zinssatz

 

 

Geschäftsleute werden das Tagesgeld sicher eher als kurzfristige Dispo-Kredite kennen, mit denen Überweisungslücken und Liquiditätsengpässe überbrückt werden. Privatpersonen, kennen das Tagesgeld aber von dem viel gerühmten „Tagesgeldkonto“. Das heißt also, man suggeriert den Anlegern, dass sie für jeden Tag, den das Geld auf dem Konto verbringt, gute Zinsen bekommt.


Allerdings ist das nicht ganz so einfach! Um ein gutes Tagesgeldkonto, mit einem vernünftigen Zinssatz zu bekommen, muss man meistens auch eine Mindestsumme mitbringen. Bei Tagesgeldkonten, die nur als „Anlage“ geführt werden, sind es in der Regel 5000 Euro. Die Konten, die für das Gehalt und andere Einkünfte genutzt werden, findet man aber auch oft unter der Bezeichnung „Tagesgeldkonto“ und man bekommt sie nur, wenn man monatlich eine gewisse Summe gutgeschrieben bekommt.

 

 

Allerdings sind das eigentlich nur bessere Girokonten, die mit einer echten Tagesgeld – Anlage nicht wirklich etwas zu tun haben. Hier wurde nur ein „Hybridprodukt“ auf dem Markt geworfen, um neue Kunden anzulocken. Echte Tagesgeldkonten können zwar über viele Jahre bestehen, aber geführt werden sie mit einem „parallelen“ Girokonto.

 

Eine schmalere Form der Tagesgeldkonten, findet man häufig bei Direktbanken. Diese bieten nicht nur die kostenlose Kontoführung an, sondern verlangen oft nicht einmal eine Mindesteinlage. Was im Bankendeutsch heißen dürfte: „Bring `nen 10 Euro Schein, zur Eröffnung mit!“ Theoretisch ginge auch 1 Cent, aber da wird sich sicher jede Bank verXXX fühlen. Denn ein Konto gilt nur dann als eröffnet, wenn auch Geld darauf ist.

 

Das besondere an den Tagesgeldkonten ist aber auch, dass man im Notfall auf sein Kapital zurückgreifen kann, wie bei einem normalen Sparbuch. Das dabei dann auch Zinsen verloren gehen, ist aber klar. Da der aktuelle Zinssatz für den Leitzins bei 4 % liegt, ist dieser „Zinssatz“ auch bei einem Tagesgeldkonto gut. Die letzte Stolperfalle, die hier noch erwähnt werden sollte, sind die Kreditkarten, die gerne mal dazu gegeben werden. Selbst wenn das Konto kostenlos ist, werden dann für die Kreditkarte Gebühren fällig. In manchen Banken bekommt man nur mit einer solchen Karte auch wirklich das beworbene Konto.

Letzte Aktualisierung ( 20.10.2010 )