Überziehungskredit

Überziehungskredit

 

 

Einen Überziehungskredit bekommt man eigentlich nur, wenn man ein Girokonto hat, das man „überziehen“ kann. Mit anderen Worten, ein Überziehungskredit ist einfach auch ein Dispokredit. Einen solchen Überziehungskredit bekommt man nur wenn man ein regelmäßiges Einkommen hat, das einen gewissen Mindestbetrag überschreitet. Allerdings kann man generell sagen, dass ein Arbeitnehmer, der das gleiche Geld bekommt wie ein ALG2 – Empfänger bessere Chancen hat einen Dispo zu bekommen.

 

Der Grund dafür ist ganz einfach. Die Bank darf ein Gehalt auch „einziehen“, wenn sie den Dispo einmal kündigt, bei einem HarzIV Satz ist die Bank nicht berechtigt, dieses „Geldeingänge“ dazu zu verwenden um, die Außenstände auf dem Konto zu decken. Außerdem wird vor der Erteilung eines Dispokredites auch erst einmal einige Monate beobachtet, wie viel und wie regelmäßig ein Kunde überhaupt Geld bekommt.

 

 

Anhand dieser Einnahmen errechnen die Banken auch die Höhe des Dispos, den sie bereit sind zu vergeben. Für die Zusage bei einem Dispo-Antrag ist aber auch noch ein anderer Punkt wichtig. Die Bank muss den Eindruck haben, dass der jeweilige Mensch auch in der Lage ist mit Geld umzugehen. Also, wenn ein Single 4000,-€ pro Monat verdient und am 20ten eines Monats wieder Ebbe auf dem Konto ist, so dass für „Lebensmitteleinkäufe“ ein Dispo benötigt wird, so kann es sein, das die Bank einen Dispo ablehnt.

 

Allerdings wird das sicher nur der Fall sein, wenn die Bank den Eindruck hat, das so etwas einfach ein Dauerzustand ist und der Mensch einfach nicht in der Lage ist mit Geld umzugehen. Die Zinsen für einen Dispo richten sich zwar nach dem aktuellen Leitzins, allerdings hat die Bank grundsätzlich mit der Vergabe eines Dispos ein höheres Risiko. Deshalb werden meistens auch Risikoaufschläge berechnet, die diese Kreditform sehr teuer machen.

Letzte Aktualisierung ( 20.10.2010 )