Umschuldung Haus

Umschuldung Haus

 

 

Bei einer Umschuldung für das eigene Haus, geht es auch hier mit einer Anschlussfinanzierung, nach der Zinsbindung weiter. Genau genommen gibt es keine Unterschiede zwischen der Finanzierung einer Eigentumswohnung und der Finanzierung für ein Haus. Woran man aber schon bei der ersten Kreditaufnahme denken sollte, sind die Nachteile eines Annuitätendarlehens. Sicher bietet es mehr „Planungssicherheit“ wenn man jeden Monat nur einen ganz bestimmten Betrag zu zahlen hat.


Allerdings bezahlt man in den ersten Jahren fast nur Zinsen an seine Bank und der Tilgungsanteil liegt am Anfang meistens nur bei 1% oder knapp darüber. Was sich die Bank mit dieser Praxis sichern möchte, sind die eigenen Zinsgewinne. Denn wenn man genauer hinschaut, zahlt man damit in dem ersten Jahr die Zinsen die eigentlich schon mal für zwei oder mehr Jahre gereicht hätten. Einfach weil der Zinsanteil so gering ist. Die eigentliche Darlehensschuld wird dadurch sicher nicht kleiner. Wenn man aber nach den ersten 10 Jahren eine Umschuldung machen möchte, wird die Bank aber kaum die Zinsen zurückrechnen die man „zuviel“ bezahlt hat.

 

 

Das hört sich jetzt kompliziert an aber so schlimm ist es eigentlich nicht. Man braucht sich nur vorzustellen, dass man sich 400 Euro für vier Wochen leiht und für jede Woche 100 Euro Zinsen zahlen muss. Der Darlehensnehmer verlangt aber das man in der ersten Woche 200 Euro Zinsen bezahlt in der zweiten  und dritten Woche je 100 Euro Zinsen und 100 Euro Tilgung und in der vierten Woche dann noch einmal 200 Euro Tilgung.

 

Will man sich aber nach zwei Wochen von jemandem anders Geld leihen der nur 50 Euro Zinsen pro Woche verlangt, muss man sich noch mal 300 Euro leihen um die Restschuld beim alten Darlehensgeber zu tilgen, obwohl man dem schon 400 Euro gezahlt hat. Sicher ist das kein „realistisches“ Beispiel, aber es soll nur veranschaulichen, wie „kostspielig“ solche Finanzierungen und auch Umschuldungen sein können.

Letzte Aktualisierung ( 20.10.2010 )