Zinsbindung

Zinsbindung

 

 

Die Zinsbindung ist die Vereinbarung zwischen dem Darlehensnehmer und der Bank, dass die Zinsen über einige Jahre gleich bleiben. In der Regel hat so eine Vereinbarung auch zur Folge, dass der gesamte Zinssatz höher angesetzt wird, als es ohne die Zinsbindung der Fall wäre. Um das Prinzip nachzuvollziehen muss man sich die Zinsentwicklung ein bisschen wie eine Wellenbewegung vorstellen, die sich auf und ab bewegt.

 

 Eine Zinsbindung zu vereinbaren lohnt sich also nur dann, wenn sich die Zinsentwicklung gerade an einem Tiefpunkt befindet oder gerade wieder anfängt zu steigen. Damit kann man sich quasi die höchsten Zinsen ersparen. Verschätzt man sich bei der Zinsentwicklung und die Zinsen gehen nach dem Vertragsabschluss wieder abwärts, so verschenkt man bares Geld. Denn wie sich sicher jeder denken kann, wird eine Bank sich hier eher freuen, dass sie trotz der sinkenden Zinsen auch gute Gewinne machen kann.

 

 

Wer sich nicht zutraut, die „Zinswellen“ selbst zu überblicken, sollte sich am besten von einem Fachmann beraten lassen. Allerdings kann ich aus persönlicher Erfahrung sagen, dass man solche Fragen besser nicht mit dem Bankberater besprechen sollte. Sicher ist das bei den „Vertragsverhandlungen“ ein Thema, aber ein Bankberater der seinen Profit machen will wird da sicher nicht ganz so ehrlich sein wie ein Fachmann, den man für die Beratung bezahlt.

 

Selbst wenn man da höhere Kosten von 300,- bis 400,- Euro hat, so kann man vor allem bei einer Baufinanzierung sehr viel mehr einsparen. Da Baufinanzierungen oft über Jahrzehnte gehen, würde man mit einer falschen Zinsbindung doch einige tausend Euro verlieren und das muss ja nun wirklich nicht sein. Vielleicht gibt es ja doch noch die eine oder andere Bank, die ihre Kunden da wirklich bedarfsgerecht berät, aber ich persönlich habe da so meine Zweifel.

Letzte Aktualisierung ( 20.10.2010 )